16 Okt

Bundesrat verschärft Anforderungen an Immobilien

1. Hamburger Energietage 2014 – Bremst die neue Energieeinsparverordnung den Wohnungsbau in Hamburg?

Hamburg (ots) – Der Bundesrat hat am vergangenen Freitag zahlreiche Änderungen zum Regierungsentwurf für die Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV) beschlossen, u.a. eine Verschärfung der energetischen Anforderungen für den Wohnungsneubau in einer Stufe um 25 Prozent ab 2016. Die Verbände der Hamburger Wohnungswirtschaft reagieren überwiegend kritisch auf den Beschluss.

„Die Bundesratsentscheidung könnte sich zusammen mit den Ankündigungen der Parteien einer weiteren Mietpreisbremse zu einer starken Neubaubremse entwickeln. Bereits jetzt verzeichnet der Wohnungseigentumsbereich stärkeren Zuwachs als der Mietwohnungsbereich“, so Dr. Verena Herfort, Geschäftsführerin des BFW Landesverbandes Nord, über die möglichen Auswirkungen der Entscheidung. Immerhin sei unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsprinzips auf Erhöhungen der energetischen Anforderungen für Bestandimmobilien verzichtet worden. Kontraproduktiv sei jedoch auch die durch den Bundesrat beschlossene Klassifizierung in Energieausweise. „Effizienzklassen leisten keine tragfähige Aussage zum energetischen Zustand einer Immobilie“, so Dr. Herfort. „Die damit verbundene Pauschalisierung führt zu einer Verzerrung des energetischen Gesamtzustands des Gebäudes und zu einer Irreführung der Verbraucher.“

Es ist zu erwarten, dass die Bundesregierung die vom Bundesrat beschlossenen Änderungen akzeptieren wird, auch wenn ihr noch die Alternative bleibt, das gesamte Novellierungsverfahren erneut aufzurollen. Aktuelle Veranstaltungen, wie das V. BFW Energie Kolloqium am 31.10.2013 (Wälderhaus, Hamburg) nehmen daher konkret Bezug auf die Beschlüsse. Die Handwerkskammer Hamburg veranstaltet mit dem EnergieBauZentrum am 06.11.2013 ein „Fachseminar Neuerungen bei Gesetzen und DIN-Schwerpunkt EnEV“; die Teilnahme ist kostenfrei, aufgrund der begrenzten Teilnehmerplätze ist eine Anmeldung erforderlich.

Auf einem Fachforum diskutieren am 13.11.2013 Experten vom Bund und Vertreter der Bundesarchitektenkammer, der Hamburger Bau- und Wohnungswirtschaft und der Energieagenturen die spannende Frage „Wohin geht es mit der EnEV?“ (Anmeldung unter www.zebau.de). Die Position des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschland (eaD) zum Regelwerk ist deutlich: „Die Umsetzung der EnEV-Novelle ist nicht praktikabel; zu kompliziert, zu ineffektiv und zu kompromissbehaftet“, so Peter Friemert vom Hamburger Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt (ZEBAU) und Mitglied des eaD. Er sieht die Entwicklung dennoch relativ gelassen: „Die Hamburger Bau- und Wohnungswirtschaft setzt die Maßstäbe der neuen EnEv am Markt bereits jetzt vielerorts erfolgreich um. Die Länderverordnungen der vergangenen Jahre haben sich hier bereits positiv ausgewirkt, wie auch die erfolgreichen Projekte der IBA 2013 beweisen.“

Die EnEV 2014 wird auch ein zentrales Thema 1. Hamburger Energietage 2014 sein, die am 28. und 29. März 2014 im CCH Hamburg nachhaltiges Bauen/Sanieren und Energieeffizienz im Immobilienbereich in den Fokus stellen. Auf Praxisforen können sich Bauherren u.a. über aktuelle Förderprogramme zur Gebäudemodernisierung informieren. Begleitend zur Messe werden Experten auf einem Fachkongress im CCH aktuelle Trends und Entwicklungen energetischer Bau- und Sanierungsmaßnahmen vorstellen.

14 Okt

Immobilienbesitzer und Handwerker vor Gericht

Bohren, sägen, hämmernWenn Handwerker und Immobilienbesitzer vor Gericht ziehen

Berlin (ots) – Sie sind häufig unverzichtbar. Wenn an einer Immobilie etwas zu reparieren ist, das über die einfachsten Allerwelts-Arbeiten hinaus geht, dann müssen Handwerker gerufen werden. Das kann die Heizung, den Sanitärbereich, die Elektrik, den Fußbodenbelag oder die Küchenausstattung betreffen. Erst recht sind sie natürlich bei der Errichtung eines Hauses gefragt. Hier fehlen den meisten Bauherren sowohl der Sachverstand als auch die Zeit.

Leider ist das Verhältnis zwischen Immobilienbesitzern und Handwerkern nicht immer nur harmonisch. Regelmäßig wird über die Qualität der abgelieferten Arbeit und über die korrekte Abrechnung gestritten. Auch zwischen Mietern und Vermietern kann es deswegen zu Ärger kommen. Der Infodienst Recht und Steuern der LBS stellt einige Fälle vor, die von deutschen Gerichten entschieden werden mussten.

Was ist eigentlich davon zu halten, wenn ein Handwerker so stolz auf seine Arbeit ist, dass er sie fotografiert und die dabei entstandenen Aufnahmen für Werbezwecke verwendet? Ein Sanitärbetrieb hatte das getan und die Bilder online gestellt. Der Kunde wollte ihm das gerichtlich verbieten lassen. Doch das Amtsgericht Donaueschingen (Aktenzeichen 11 C 81/10) sah das nicht ganz so streng. Wenn man aus den Fotos weder auf den Namen noch auf die Adresse des Betroffenen schließen könne, so hieß es im Urteil, dann würden auch dessen Persönlichkeitsrechte nicht verletzt.

Manche Firmen hätten gerne bereits den kompletten Kaufpreis für die Geräte erstattet, bevor sie auch nur mit den Einbau-Arbeiten begonnen haben. Doch in der Hinsicht ist die Rechtsprechungverbraucherfreundlich. So entschied der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen VII ZR 162/12), dass die Vertragsklausel eines Küchenbauers („Der Kaufpreis ist spätestens bei Anlieferung der Kaufgegenstände ohne Abzug zu bezahlen.“) unwirksam sei. Hier war es um eine Küche im Wert von knapp 24.000 Euro gegangen. Der BGH bemängelte an der Klausel, dass dem Kunden jedes Druckmittel fehle, wenn er bereits bezahlt habe und der Einbau mangelhaft ausfalle.

Wenn die Leistung nicht stimmt, dann mahnt der Kunde in der Regel beim Handwerker eine Nachbesserung an. Das ist sein gutes Recht. Allerdings sollte man sich bei einer solchen Reklamation nicht auf rechtliches Glatteis begeben. Das stellte das Oberlandesgericht Stuttgart (Aktenzeichen 10 U 9/09) fest, als ein Bauherr Mängel an einem Flachdach monierte. Er forderte den Handwerker auf, innerhalb einer bestimmten Frist seine Bereitschaft zur Mängelbeseitigung zu erklären. Die Richter des Zivilsenats wiesen darauf hin, das sei zu unklar gewesen. Der Bauherr hätte statt dessen dem Handwerker eine konkrete Frist setzen müssen, innerhalb derer er mit den Arbeiten beginnen soll.

Der Staat gewährt seit einigen Jahren bei Handwerkerleistungen eine Steuerermäßigung. In der Vergangenheit war allerdings die Frage nicht ganz geklärt, ob das nur auf Leistungen zutrifft, die innerhalb des eigenen Areals des Steuerzahlers erbracht werden, oder, ob der Radius auch größer zu fassen ist. Hier ging es um den Anschluss eines Grundstücks an die Trinkwasserversorgung. Teile der Arbeiten fanden naturgemäß auf öffentlichem Grund statt. Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg (Aktenzeichen 7 K 7310/10) sah das Ganze jedoch als nicht trennbare einheitliche Leistung und ließ den Bürger seine Ausgaben für die Handwerker innerhalb der geltenden Höchstgrenzen steuerlich geltend machen.

Mit einer anderen steuerlichen Variante der Handwerkerleistungen hatte es ein Ehepaar zu tun. Beide Partner bewohnten Einfamilienhäuser an verschiedenen Orten und ließen daran Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen vornehmen. Insgesamt wollten sie eine Steuerermäßigung von rund 1.050 Euro geltend machen. Der Fiskus erkannte jedoch nur den Höchstbetrag von 600 Euro an. Das sei auch korrekt so, entschied in letzter Instanz der Bundesfinanzhof (Aktenzeichen VI R 60/09). Zusammen veranlagten Ehepartnern werde die Steuerermäßigung nur einmal bis zum Maximalbetrag gewährt – auch dann, wenn sie zwei Objekte vorweisen können.

Manche Menschen bringen, obwohl sie niemals ein Handwerk erlernt haben, erstaunliche Fähigkeiten in dieser Richtung mit. Sie würden – zum Beispiel – manche Schönheitsreparatur, zu der sie verpflichtet sind, gerne selbst leisten. Und das darf ihnen, wenn sie Mieter sind, der Eigentümer eines Objekts auch nicht so ohne weiteres verwehren. Eine Vertragsklausel, wonach alle Arbeiten an Fachbetriebe zu vergeben seien, hat der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen VII ZR 294/09) als unwirksam bezeichnet. Weil ihnen das Recht beschnitten war, selbst tätig zu werden, mussten sie nun am Ende gar nichts machen (lassen).

Wenn der Mieter der Meinung ist, der Einsatz eines Handwerkers in dem Objekt sei nötig, dann sollte er tunlichst nicht eigenmächtig den Auftrag erteilen, sondern Rücksprache mit dem Eigentümer halten. Nur bei dringlichen Notfalleinsätzen ist das anders. Das Amtsgericht Berlin-Köpenick (Aktenzeichen 6 C 184/11) war sogar der Meinung, selbst bei einem Heizungsausfall im Winter hätte die Zeit noch reichen müssen, mit dem Eigentümer Kontakt aufzunehmen bzw. diesem eine Frist zur Erledigung der Reparaturen zu setzen.

Ein Leitungswasser-Versicherer kann sich in der Regel nicht auf Leistungsfreiheit berufen, wenn im Zusammenhang mit Arbeiten nach einem Rohrbruch größere Schäden entstehen. Im konkreten Fall hatte ein Handwerker vor dem Ausführen der Reparaturen in einem Ladenlokal weder Mobiliar noch sonstiges Inventar abgedeckt und so erheblichen Schaden bewirkt. Der für den Gebäudeinhalt zuständige Versicherer sah sich nicht in der Pflicht. Doch das Oberlandesgericht Köln (Aktenzeichen 9 U 64/10) stellte fest, der Versicherer müsse leisten, denn der Schaden sei „adäquat kausal auf das ausgetretene Wasser aus dem Heizungsrohr zurückzuführen“.

10 Okt

Wohnungskauf keine Option für Mieter wegen Geldmangel

Für jeden zweiten Mieter ist Wohnungskauf keine Option

Nürnberg (ots) – 53 Prozent der Mieter können sich kein Wohnungseigentum leisten / Frauen fehlen deutlich häufiger die finanziellen Möglichkeiten für einen Wohnungskauf als Männern, das zeigt eine repräsentative Studie von immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale / Lediglich jeder Vierte ist überzeugter Mieter

Obwohl der Ansturm auf Kaufimmobilien in Deutschland derzeit groß ist, steht ein Wohnungskauf für die Hälfte der Mieter in Deutschland (53 Prozent) aktuell nicht zur Debatte. Das ergibt eine repräsentative Studie von immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale. Grund für diese Kaufzurückhaltung sind vor allem die Finanzen: 37 Prozent der befragten Mieter haben das Thema Immobilienkauf grundsätzlich für sich abgehakt, ihnen fehlen die finanziellen Möglichkeiten. 16 Prozent der Befragten würden sich zwar gerne den Traum vom Eigenheim erfüllen, zum aktuellen Zeitpunkt fehlen ihnen aber die Mittel dafür.

Frauen werden seltener Eigentümer

Unter den Befragten, die sich einen Immobilienkauf grundsätzlich nicht leisten können, sind deutlich mehr Frauen als Männer vertreten. Kein Wunder, sie arbeiten häufiger in schlechter bezahlten Berufen oder Teilzeitjobs und haben dadurch oft weniger finanziellen Spielraum als Männer. Daher schließen 45 Prozent der Frauen die Möglichkeit eines Immobilienkaufs für sich kategorisch aus. Bei den Männern sind es nur 29 Prozent.

Nur jeder Vierte ist überzeugter Mieter

Insgesamt wohnt laut der Studie jeder Vierte aus Überzeugung zur Miete: Weil er keine Lust hat, sich um die Instandhaltung einer Immobilie zu kümmern (12 Prozent) oder weil er sich eine größere örtliche Flexibilität bewahren will (9 Prozent). Nur eine Minderheit (5 Prozent) glaubt, dass sich der Verzicht auf Wohnungseigentum auch finanziell lohnt.

Für die repräsentative Studie Wohnen und Leben 2013 wurden im Auftrag von immowelt.de 1.032 Personen durch das Marktforschungsinstitut Innofact befragt. Von den Befragten geben 567 Personen an, zur Miete zu wohnen.

   Die Ergebnisse der Studie im Überblick: Was spricht für Sie am 
meisten gegen ein eigenes Haus / eine eigene Wohnung?

- Eine Immobilie kann ich mir nicht leisten: 37 Prozent 
  o Frauen: 45 Prozent 
  o Männer: 29 Prozent

- Ich plane den Erwerb irgendwann, habe aber noch keine 
  ausreichenden Ersparnisse hierfür: 16 Prozent 
  o Frauen: 15 Prozent 
  o Männer: 17 Prozent

- Mieten ist bequemer, ich möchte mich nicht um die Instandhaltung
  einer Immobilie kümmern müssen (z. B. Gartenarbeiten, Reparaturen,
  ...): 12 Prozent 
  o Frauen: 10 Prozent 
  o Männer: 14 Prozent

- Eine Immobilie ist mir zu unflexibel, ich möchte mich (noch) nicht
  an einen Ort binden (z. B. weil Sie nicht wissen ob und wie lange
  Sie an einem Ort bleiben): 9 Prozent 
 o Frauen: 9 Prozent 
 o Männer: 8 Prozent

- Ich traue mich nicht / scheue das Risiko. Die Finanzierung einer
  Immobilie möchte ich mir nicht auf die Schultern laden(z. B. wegen
  Arbeitsplatzunsicherheit): 8 Prozent 
  o Frauen: 6 Prozent 
  o Männer: 11 Prozent

- Mit dem Thema habe ich mich noch nicht beschäftigt: 6 Prozent 
  o Frauen: 5 Prozent 
  o Männer: 6 Prozent

- Das rentiert sich nicht, zur Miete lebt man insgesamt günstiger: 5
  Prozent 
  o Frauen: 4 Prozent 
  o Männer: 6 Prozent

- Nichts, ich suche bereits nach einer eigenen Immobilie: 4 Prozent 
  o Frauen: 3 Prozent 
  o Männer: 5 Prozent

- Ich werde eine Immobilie erben / mein Partner besitzt bereits eine
  Immobilie: 4 Prozent 
  o Frauen: 3 Prozent 
  o Männer: 5 Prozent
10 Okt

Sechs Tipps zum Heizkosten sparen

Sechs Tipps für weniger Heizkosten in diesem Winter

Mit wenig Aufwand viel Energie sparen
Jeweils drei Experten-Spartipps für Mieter und Hauseigentümer

Berlin (ots) – Der Herbst ist da, der Winter steht vor der Tür: Viele Verbraucher befürchten nun, dass die nächste Heizkostenabrechnung oder Öltankfüllung ein Loch in das Haushaltsbudget reißen wird. Diese Sorge ist nicht unbegründet, denn die Heizkosten steigen von Jahr zu Jahr, wie der jüngst veröffentlichte Bundesweite Heizspiegel von co2online zeigt. Die Heizkosten haben einen Anteil von etwa 80 Prozent am Energieverbrauch eines Gebäudes. Die vom Bundesumweltministerium geförderte Kampagne „Meine Heizung kann mehr“ gibt Hauseigentümern und Mietern jeweils drei Tipps, wie sie ihre Heizkosten mit wenig Aufwand senken können. Weitere Spartipps bietet www.meine-heizung.de.

Ran an die Heizung: drei Tipps für Hauseigentümer

1. Heizung richtig einstellen

Nur weil die Heizung warm wird, muss sie nicht effizient heizen. Etwa 85 Prozent der Heizungsanlagen sind nicht richtig eingestellt. Als Folge sind Energieverbrauch und Heizkosten unnötig hoch, Räume werden ungleichmäßig warm. Eine Heizungsoptimierung durch einen hydraulischen Abgleich ändert das. Dabei werden die Komponenten der Anlage – vom Kessel über die Pumpe bis zu den Thermostatventilen – auf den Gebäudebedarf abgestimmt. Ein Fachmann reguliert die Menge an Heizwasser dabei so, dass zu jedem Heizkörper nur die erforderliche Wärme transportiert wird. Das spart Energie. Etwa 110 Euro sind jährlich beim Einfamilienhaus drin. Der WärmeCheck zeigt aufhttp://www.meine-heizung.de, wie schnell sich ein hydraulischer Abgleich lohnt.

2. Heizungspumpe erneuern

Die Heizungspumpe ist das Herz der Heizung. Sie lässt das warme Wasser zwischen Heizkessel und Heizkörpern zirkulieren, um die Räume zu wärmen. In vielen Heizungskellern sind allerdings alte Pumpen aktiv. Sie laufen im Gegensatz zu neuen Geräten fast ununterbrochen und verbrauchen entsprechend viel Strom. Moderne Hocheffizienzpumpen benötigen 80 Prozent weniger Energie als alte Modelle. Das spart jährlich Stromkosten von etwa 100 Euro. Eine solche sparsame Pumpe kostet mit Einbau etwa 350 Euro. Mit dem PumpenCheck auf www.meine-heizung.de finden Hauseigentümer heraus, wie schnell sich der Tausch rechnet.

3. Heizungsrohre isolieren

Vielen Hauseigentümern ist nicht bewusst, wie viel Energie bereits auf dem Weg vom Keller zum Heizkörper verpufft, wenn die Heizungsrohre nicht isoliert sind. Fast 15 Euro Heizkosten lassen sich pro Jahr und Rohrmeter bei fachgerechter Dämmung sparen. Demgegenüber stehen geringe Ausgaben von einem bis vier Euro pro Meter für Dämmmaterial.

Ran an das Heizverhalten: drei Tipps für Mieter

1. Heizungsthermostate richtig bedienen

Üblicherweise justieren die Hersteller die Thermostate so, dass mit der Einstellung „3“ eine Raumtemperatur um 20 Grad erreicht wird. Jede weitere Stufe bringt drei bis vier Grad mehr bzw. weniger. Viele Verbraucher denken dennoch, dass der Raum besonders schnell warm wird, wenn das Thermostat auf der höchsten Stufe steht. Das ist falsch. 20 Grad Raumtemperatur werden nicht schneller erreicht, wenn das Thermostat auf Stufe 5 statt auf Stufe 3 steht.

2. Wärmestau am Heizkörper vermeiden

Möbel oder Gardinen vor Heizkörpern verhindern, dass die Wärme ungehindert in den Raum geht. Es entsteht ein Wärmestau. Die Folge: Die Warmwasserzufuhr in den Heizkörper wird gestoppt, obwohl die Wunschtemperatur im Raum nicht erreicht ist. Das erhöht die Heizkosten, weil viele Mieter als Reaktion das Thermostat auf eine höhere Stufe stellen, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.

3. Jedes Grad zählt

Ist die Raumtemperatur höher als nötig, verbraucht dies unnötig Energie: Jedes Grad weniger senkt den Verbrauch an Heizenergie um etwa sechs Prozent. In Wohnräumen sind 20 bis 22 Grad ausreichend, im Schlafzimmer genügen 16 bis 18 Grad. Mit programmierbaren Thermostaten lässt sich die Temperatur sogar nach der Uhrzeit regeln. So ist das Bad morgens zum Duschen warm, kühlt aber tagsüber – wenn es nicht gebraucht wird – auf sparsame 16 Grad ab. Programmierbare Thermostate sind leicht montierbar und können beim Umzug mitgenommen werden. Wie schnell sich der Austausch der Thermostate rechnet, zeigt der ThermostatCheck auf www.meine-heizung.de.

08 Okt

Bei Hausbau und Sanierung auf neue Reglementierungen achten

Frankfurt (ots) –

Bauherren, die gerade planen ein Haus zu bauen und Hausbesitzer mit der Absicht ihr Gebäude energetisch zu sanieren, werden bei der freien Wahl des Heizungssystems und des Energieträgers immer öfter eingeschränkt. Ursache sind die durch Kommunen festgelegten so genannten Verbrennungsverbote, Anschluss- und Benutzungszwänge, etwa an bestehende Nah- oder Fernwärmenetze. Dies ist für Verbraucher mit konkreten Nachteilen verknüpft, weil sie dann an langfristige Lieferverträge mit den Energieversorgern gebunden sind. Marktwirtschaftlich durch den freien Wettbewerb bedingte Preisvorteile wie beispielsweise beim Einkauf von Energie oder bei der Wahl der Heizungstechnik entfallen. Unter www.freie-waerme.de können sich Hausbesitzer und Bauherren über die Vorteile der freien Wahl des Heizsystems und des Energieträgers informieren. Zudem werden Tipps gegeben wie man Verbrennungsverbote und Anschlusszwänge frühzeitig erkennt und was man als Bürger gegen solche Markteingriffe tun kann.

Oft sind es nur vier bis sechs Wochen, die man in den kommunalen Entscheidungsprozessen Zeit hat, um sich gegen diese Reglementierungen zu wehren. Konkrete Anzeichen sind zum Beispiel neue Bauleitplanverfahren, Brennstoffverordnungen, Fernwärmesatzungen etc. „Hier gilt es zum Beispiel als Bürgerinitiative oder über die politischen Parteien und insbesondere als Gemeinderat rechtzeitig aktiv zu werden, um ganz gezielt Einfluss auf die Kommunalpolitik ausüben zu können“, empfiehlt Johannes Kaindlstorfer, Sprecher der Allianz Freie Wärme. Denn bei Verbrennungsverboten und Anschlusszwängen sind die Lieferpreise für Wärme auf lange Sicht vorgegeben und zudem müssen die hohen Investitionen der Kommunen bzw. der Kraftwerksbetreiber mitgetragen werden, was bereits in vielen Fällen zu intransparenten und vor allem zu erhöhten finanziellen Belastungen der Bürger führte. Neben den Bezugskosten entstehen vielerorts noch Nebenkosten für die Verlegung der Leitungen und die entsprechenden Anschlüsse. Und falls man aufgrund von Sanierungsmaßnahmen am eigenen Gebäude die Heizlast senken konnte und dadurch schon einen geringeren Wärmebedarf hat, so kann das Umsteigen auf vermeintlich günstige Fernwärme schnell zur Enttäuschung werden.

Im Internet unter www.freie-waerme.de können sich Hausbesitzer und Bauherren, aber auch Bau-Profis und nicht zuletzt Kommunalpolitiker über die Vorteile eines freien Wärmemarktes und die damit einhergehende freie Wahl des Heizsystems und des Energieträgers informieren. Das Portal bietet eine Reihe von Hintergrundinformationen, mit welchen Möglichkeiten man den Reglementierungen durch die Kommunen entgegen wirken kann. Eine Karte, die ständig aktualisiert wird, zeigt beispielsweise an, in welchen bundesdeutschen Gebieten bereits Verbrennungsverbote oder Anschluss- und Benutzungszwänge umgesetzt wurden.

Moderne Heizungstechnik bietet Hauseigentümern viele Vorteile

Gegenüber den langfristig festgelegten Kosten bei zentralen Wärmenetzen bieten moderne Heizungssysteme sowie Kamin- und Kachelöfen zahlreiche Vorteile. Je nach Gebäude, Region und persönlichen Neigungen kann man energieeffiziente Technologien wie z.B. Öl-/ Gas-Brennwertheizungen, solarthermische Anlagen, Zentralheizungskessel für feste Biomasse, Wärmepumpen und neuere Systeme wie Mini- und Mikro-KWK nutzen, um den Energieverbrauch zu senken. Abhängig vom Zustand des Gebäudes und der eingesetzten Heizungstechnik sind dabei Energieeinsparungen von bis zu 40 Prozent möglich. Die für Gemütlichkeit sorgenden, wartungsfreien und vollkeramischen Kachelöfen könnten einzelne Räume oder das gesamte Haus heizen bzw. ergänzend in die Heizungsanlage eingebunden werden. Johannes Kaindlstorfer, Sprecher der Allianz Freie Wärme: „Individuelle Heizsysteme haben viele Vorteile. Neben Faktoren wie Gemütlichkeit, Wohlbefinden und spürbar verringerten Heizkosten lässt sich der Wert des Gebäudes steigern und zusätzlich profitiert davon auch noch die Umwelt.“

07 Okt

Eigentümerversammlung

Eigentümerversammlung aus Verwaltersicht

Eigentümerversammlung aus Verwaltersicht

Das kompakte Handbuch für alle professionellen Hausverwalter.

Als Verwalter treffen Sie mit Ihren Auftraggebern, nur im Rahmen von Versammlungen aufeinander. Lernen Sie die Tücken und Chancen von Eigentümerversammlungen kennen. Das beginnt bei vorbereitenden Fragen, wie anstehende Maßnahmen zu qualifizieren sind, etwa als Modernisierung oder als modernisierende Instandhaltung. Aufgrund unterschiedlich erforderlicher Mehrheiten, eröffnet Ihnen die Einordnung Gestaltungsspielräume. Entscheidend sind aber auch Fragen, welche Mehrheiten gelten und nach welchen Stimmen sie zu berechnen sind bzw. welche Stimmen gewertet werden dürfen. Diese Fragen sind letztlich aber nicht nur Ihr Gütesiegel als Verwalter; sie spiegeln auch Ihre Haftungsrisiken. Die Kosten erfolgreicher Anfechtungsklagen können Ihnen als Verwalter durch das Gericht auferlegt werden, wenn Ihr Verhalten ursächlich für die erfolgreiche Beschlussanfechtung war.

Sie können das Handbuch jetzt kostenlos als eBook beziehen oder bei Amazon oder direkt beim Verlag als Druckausgabe für EUR 9,90 kaufen.

01 Okt

Presse: Mietpreisbremse ist populistisch und sozial unbrauchbar

„Mietpreisbremse ist populistisch und sozial unbrauchbar“, erklärt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V.

Berlin (ots) – Angesichts der anhaltenden Diskussionen um die Einführung einer Mietpreisbremse erklärt der Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Wolfgang Steiger: „Mietpreisbremse ist populistisch und sozial unbrauchbar“

„Dass der Wahlkampfpopulismus einer Mietpreisbremse die Marktkräfte aushebelt und eher zu einer Verschärfung der Probleme auf dem Wohnungsmarkt führen wird, sollten inzwischen auch Ideologen und eifrige Wahlkämpfer verstehen. Mit einer Mietpreisbremse zementieren wir nur die Wohnungsnot, schaffen aber keine einzige neue Wohnung.“

Der heute vorgestellte Wohnpreisspiegel 2013 vom Immobilienverband IVD schafft verdienstvoll Transparenz und sollte zum Ausgangspunkt einer neuen sachlicheren Debatte genommen werden: Demnach hatten nur 3 von 138 Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern einen mittleren Anstieg der Mietwohnungspreise von über zehn Prozent in den vergangenen drei Jahren zu verzeichnen. Beim Wert von Eigentumswohnungen sieht es kaum anders aus. Damit ist geklärt, dass der Mietpreisanstieg mitnichten ein flächendeckendes Problem in Deutschland darstellt. Allenfalls regional begrenzt und in geringem Maße finden sich einzelne Mietpreissteigerungen, denen nur mit einem bedarfsgerechten Zubau begegnet werden kann.

Ausgehend von diesen empirischen Aussagen erklärt Steiger: „Den Mietern hilft eine Mietpreisbremse nicht: Es ist absurd, die ordnungsrechtliche Keule für ein regional und zeitlich extrem begrenztes Problem herauszuholen, dessen Ursachen in mangelndem Wohnraum liegen. Da hilft nur bauen, wo es Preisspitzen im Wohnungsmarkt gibt! Das senkt die Wohnungspreise. Zugleich dürfen wir Investoren nicht mit Mietpreisdeckeln verschrecken, die investieren, energetisch sanieren und die neuen Wohnungen bauen wollen. Wir müssen sie unterstützen, statt zu hemmen.“

Jahrelang wurde der Wohnungsbau politisch gesteuert, in der sozialen Wohnraumförderung haben sich Bund und Länder auf eine Fortführung der Finanzzuweisungen von 518,2 Millionen Euro verständigt, die jährlich an die Länder ausbezahlt werden. Leider haben viele Bundesländer diese Finanzmittel zweckentfremdet eingesetzt. Gleichzeitig wird jetzt über fehlende Finanzen geklagt. Die Länder sollten die ihnen zugewiesenen Finanzmittel für den sozialen Wohnungsbau zweckgebunden einsetzen.