08 Okt

Bei Hausbau und Sanierung auf neue Reglementierungen achten

Frankfurt (ots) –

Bauherren, die gerade planen ein Haus zu bauen und Hausbesitzer mit der Absicht ihr Gebäude energetisch zu sanieren, werden bei der freien Wahl des Heizungssystems und des Energieträgers immer öfter eingeschränkt. Ursache sind die durch Kommunen festgelegten so genannten Verbrennungsverbote, Anschluss- und Benutzungszwänge, etwa an bestehende Nah- oder Fernwärmenetze. Dies ist für Verbraucher mit konkreten Nachteilen verknüpft, weil sie dann an langfristige Lieferverträge mit den Energieversorgern gebunden sind. Marktwirtschaftlich durch den freien Wettbewerb bedingte Preisvorteile wie beispielsweise beim Einkauf von Energie oder bei der Wahl der Heizungstechnik entfallen. Unter www.freie-waerme.de können sich Hausbesitzer und Bauherren über die Vorteile der freien Wahl des Heizsystems und des Energieträgers informieren. Zudem werden Tipps gegeben wie man Verbrennungsverbote und Anschlusszwänge frühzeitig erkennt und was man als Bürger gegen solche Markteingriffe tun kann.

Oft sind es nur vier bis sechs Wochen, die man in den kommunalen Entscheidungsprozessen Zeit hat, um sich gegen diese Reglementierungen zu wehren. Konkrete Anzeichen sind zum Beispiel neue Bauleitplanverfahren, Brennstoffverordnungen, Fernwärmesatzungen etc. „Hier gilt es zum Beispiel als Bürgerinitiative oder über die politischen Parteien und insbesondere als Gemeinderat rechtzeitig aktiv zu werden, um ganz gezielt Einfluss auf die Kommunalpolitik ausüben zu können“, empfiehlt Johannes Kaindlstorfer, Sprecher der Allianz Freie Wärme. Denn bei Verbrennungsverboten und Anschlusszwängen sind die Lieferpreise für Wärme auf lange Sicht vorgegeben und zudem müssen die hohen Investitionen der Kommunen bzw. der Kraftwerksbetreiber mitgetragen werden, was bereits in vielen Fällen zu intransparenten und vor allem zu erhöhten finanziellen Belastungen der Bürger führte. Neben den Bezugskosten entstehen vielerorts noch Nebenkosten für die Verlegung der Leitungen und die entsprechenden Anschlüsse. Und falls man aufgrund von Sanierungsmaßnahmen am eigenen Gebäude die Heizlast senken konnte und dadurch schon einen geringeren Wärmebedarf hat, so kann das Umsteigen auf vermeintlich günstige Fernwärme schnell zur Enttäuschung werden.

Im Internet unter www.freie-waerme.de können sich Hausbesitzer und Bauherren, aber auch Bau-Profis und nicht zuletzt Kommunalpolitiker über die Vorteile eines freien Wärmemarktes und die damit einhergehende freie Wahl des Heizsystems und des Energieträgers informieren. Das Portal bietet eine Reihe von Hintergrundinformationen, mit welchen Möglichkeiten man den Reglementierungen durch die Kommunen entgegen wirken kann. Eine Karte, die ständig aktualisiert wird, zeigt beispielsweise an, in welchen bundesdeutschen Gebieten bereits Verbrennungsverbote oder Anschluss- und Benutzungszwänge umgesetzt wurden.

Moderne Heizungstechnik bietet Hauseigentümern viele Vorteile

Gegenüber den langfristig festgelegten Kosten bei zentralen Wärmenetzen bieten moderne Heizungssysteme sowie Kamin- und Kachelöfen zahlreiche Vorteile. Je nach Gebäude, Region und persönlichen Neigungen kann man energieeffiziente Technologien wie z.B. Öl-/ Gas-Brennwertheizungen, solarthermische Anlagen, Zentralheizungskessel für feste Biomasse, Wärmepumpen und neuere Systeme wie Mini- und Mikro-KWK nutzen, um den Energieverbrauch zu senken. Abhängig vom Zustand des Gebäudes und der eingesetzten Heizungstechnik sind dabei Energieeinsparungen von bis zu 40 Prozent möglich. Die für Gemütlichkeit sorgenden, wartungsfreien und vollkeramischen Kachelöfen könnten einzelne Räume oder das gesamte Haus heizen bzw. ergänzend in die Heizungsanlage eingebunden werden. Johannes Kaindlstorfer, Sprecher der Allianz Freie Wärme: „Individuelle Heizsysteme haben viele Vorteile. Neben Faktoren wie Gemütlichkeit, Wohlbefinden und spürbar verringerten Heizkosten lässt sich der Wert des Gebäudes steigern und zusätzlich profitiert davon auch noch die Umwelt.“