08 Jul

Deloitte-Report zu Erwartungen, Trends und Risiken der Branche

München (ots) – Die deutsche Immobilienwirtschaft erwartet eine positive Entwicklung der Konjunktur und rechnet mit Umsatzzuwächsen. Damit liegen die befragten Real Estate CFOs mit ihren Erwartungen deutlich über jenen der restlichen Wirtschaft, wie der Deloitte-Report „Ausblick Real Estate“ zeigt. Die Branche plant entgegen dem Trend anderer Branchen eine Erhöhung der Investitionen und Neueinstellungen. Strategische Priorität besitzt vor allem die Steigerung des operativen Cashflows, es sollen aber auch Kosten gesenkt und der Verschuldungsgrad reduziert werden. Die größten Sorgen bereiten den CFOs der Real-Estate-Unternehmen die Gefahr steigender Energiekosten. Als weitere Risiken werden das instabile Finanzsystem sowie steigende Lohnkosten und Kapitalknappheit gesehen. Die wichtigste Konsequenz aus der Energiewende ist für die Real Estate CFOs Optimierung der Energieeffizienz

„Alle Wirtschaftszweige sehen steigende Energiekosten negativ. Und gerade für Unternehmen mit hohem Energiekostenanteil ist die Energiewende ein kritischer Faktor. Insbesondere auf die Immobilienbranche kommen hier in den nächsten Jahren immense Mehrkosten zu“, erklärt Michael Müller, Partner und Leiter Real Estate bei Deloitte.

Immobilienunternehmen erwarten steigende Umsätze

92 Prozent aller befragten Immobilienunternehmen erwarten eine positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Die CFOs sehen ihre finanziellen Erfolgsaussichten dabei antizyklisch: 85 Prozent rechnen für die nächsten 12 Monate mit steigenden Umsätzen, während die anderen Wirtschaftszweige nur zu gut einem Drittel von höheren Einnahmen ausgehen. Gleichzeitig ist die Bereitschaft der Immobilienwirtschaft neue Mitarbeiter einzustellen und zu investieren sehr viel höher als in der restlichen Wirtschaft.

Investitionen im Fokus

Mehr als die Hälfte der befragten Real Estate CFOs räumt der Erhöhung des operativen Cashflows hohe Priorität ein. Kostensenkungen und die Reduzierung des Verschuldungsgrades stehen bei fast jedem zweiten CFO ganz oben auf der Agenda.

Deutsche Immobilienwirtschaft optimistisch

Die Immobilienbranche ist sehr viel investitionsfreudiger als die übrige Wirtschaft. Während andere Industrien sich fast ausschließlich auf Rationalisierungsmaßnahmen fokussieren und ihre Ausgaben im Bereich Neuinvestitionen reduzieren, setzen die Real Estate CFOs in hohem Maße auf Wachstumsinvestitionen.

Energiekosten größtes Risiko

CFOs haben ein neues Risiko auf dem Radar: Sahen die CFOs in den Energiekosten 2012 noch kein besonderes Risiko, liegen die steigenden Energiepreise in der aktuellen Umfrage mit der Sorge um das instabile Finanzsystem mit 38 Prozent gleichauf. Als weiteres Risiko bewerten etwa ein Drittel steigende Lohnkosten und ein knappes Viertel die Kapitalknappheit. Einen Nachfragerückgang befürchtet dagegen kaum noch ein Teilnehmer.

Dies zeigt, dass die Energiewende eine besondere Herausforderung für Immobilien-CFOs ist. Für 77 Prozent der Befragten hat die Erhöhung der Energieeffizienz höchste Priorität, erst danach folgt mit 38 Prozent die Optimierung der Energiebeschaffung. Allerdings erwartet nur ein gutes Drittel Kostensenkungen durch höhere Energieeffizienz. Immerhin knapp ein Drittel will die Energiewende zum Auf- und Ausbau neuer Geschäftsfelder nutzen.

„Die CFOs der deutschen Immobilienwirtschaft blicken deutlich zuversichtlicher in die Zukunft als ihre Kollegen in den anderen Wirtschaftszweigen. Ihre Investitionsplanung ist offensiv und auf Wachstum ausgerichtet“, resümiert Michael Müller.

Den vollständigen Report finden Sie unter http://ots.de/pa6xT zum Download.

Über Deloitte

Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Mit einem weltweitenNetzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 Ländern verbindet Deloitte herausragende Kompetenz mit erstklassigen Leistungen und steht Kunden so bei der Bewältigung ihrer komplexen unternehmerischen Herausforderungen zur Seite. „To be the Standard of Excellence“ für rund 200.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch zugleich.

Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: erstklassige Leistung, gegenseitige Unterstützung, absolute Integrität und kreatives Zusammenwirken. Sie arbeiten in einem Umfeld, das herausfordernde Aufgaben und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten bietet und in dem jeder Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu beiträgt, dem Vertrauen von Kunden und Öffentlichkeit gerecht zu werden.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited, eine „private company limited by guarantee“ (Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach britischem Recht), und/oder ihr Netzwerk von Mitgliedsunternehmen. Jedes dieser Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig. Eine detaillierte Beschreibung der rechtlichen Struktur von Deloitte Touche Tohmatsu Limited und ihrer Mitgliedsunternehmen finden Sie auf www.deloitte.com/de/UeberUns.

© 2013 Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

25 Jun

Die teuersten Reihenhäuser Niedersachsens stehen in Hannover

Hannover (ots) – Hannover ist die Stadt mit den höchsten Preisen für gebrauchte Reihenhäuser in Niedersachsen. Käufer müssen hier im Durchschnitt mehr als 200.000 Euro aufbringen. Auf den Plätzen zwei und drei der niedersächsischen Preisskala folgen die Landkreise Göttingen und Harburg: In beiden Regionen liegen die Standardpreise für gebrauchte Reihenhäuser deutlich über 180.000 Euro.

Die Ergebnisse stammen aus dem neuen Kaufpreisspiegel, den die LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin – Hannover (LBS Nord) für das erste Quartal 2013 veröffentlicht hat. Die Auswertung wird regelmäßig in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut empirica erstellt.

Grundlage sind die Verkaufsangebote für Reihenhäuser in den niedersächsischen Tageszeitungen und Online-Portalen.

„Insbesondere in den Städten ist die Nachfrage nach gebrauchten Reihenhäusern deutlich höher als das derzeitige Angebot. Die Preise sind daher weiter gestiegen, bleiben aber noch im Rahmen. Für Wohneigentumsinteressenten ist die Situation wegen der günstigen Zinsen weiterhin sehr vorteilhaft“, erklärt Dr. Rüdiger Kamp, Vorstandsvorsitzender der LBS Nord.

Mit aktuell 225.000 Euro liegt der Standardpreis für ein gebrauchtes Reihenhaus in Hannover um 13 Prozent über dem Niveau des Jahres 2008. Das bedeutet: Für den Hauskauf muss ein Durchschnittshaushalt das Sechsfache seines Jahreseinkommens aufbringen, so die Analyse von empirica. Die Spitzenpreise in Hannover erreichen sogar über 250.000 Euro für Gebrauchtobjekte.

Zu den teureren Regionen zählen auch die Landkreise Göttingen und Harburg mit typischen Angebotspreisen von 189.500 beziehungsweise

185.500 Euro. Standardpreise über 170.000 Euro werden in der Stadt Braunschweig sowie im Umland von Hannover verlangt. Für höherwertige Objekte in den genannten Regionen wird deutlich mehr fällig: Ein Viertel der Häuser wird für 200.000 Euro und mehr angeboten.

Die höchsten Preissteigerungen bei gebrauchten Reihenhäusern erlebten die Landkreise Wolfenbüttel und Emsland: Gegenüber 2008 nahmen die typischen Angebotspreise um jeweils 22 Prozent zu.

Die günstigsten Häuser aus zweiter Hand finden sich in den Landkreisen Uelzen und Helmstedt. Als Standardpreis werden hier jeweils unter 80.000 Euro verlangt. Entsprechend lässt sich ein Hauskauf bereits mit rund zwei durchschnittlichen Jahreseinkommen verwirklichen.